Kaffeemaschine

Wissenswertes zur Kaffeemaschine

Mit einer Kaffeemaschine kann man sich insbesondere als Kaffeeliebhaber das Leben stark vereinfachen, denn auf Knopfdruck und mit geringem Arbeitsaufwand kann man schnell hochwertigen Kaffee brühen. Dabei werden Kaffeebohnen gemahlen und diesen durch heißes Wasser die Aromastoffe entzogen. Die Kaffeemaschine selbst ist eine Maschine zur thermischen Extraktion und der Filtration von den gemahlenen Kaffeebohnen, der Heißextraktion, mit Wasser als dem Extraktionsmittel.

Kaffeefilter werden als Filterelemente eingesetzt und es kommen auch Kaffeepads, für die Senseo Kaffeeautomaten, zum Einsatz. Die Espressomaschine stellt eine Sonderform dar. Zudem gibt es halbautomatisierte Kaffeeautomaten und Kaffeevollautomaten, wobei die Wasser- und Kaffeezufuhr selbsttätig ausgeführt wird, der Kaffee wird direkt in Tassen oder Becher gefüllt und der Kaffeesatz wird in einen Zusatzbehälter entsorgt. Das Wasser läuft selbständig aus dem Wassertank über ein in dem Zulaufschlauch eingebautes Rückschlagventil im Heizkörper.

Das Wasser wird in einer Kaffeemaschine über das Steigrohr hochgedrückt

Dieser ist bei allen Kaffeemaschinen unter der Warmhalteplatte und ist aus einem beheizten Rohr. Dieses erhitzt sich, bildet Dampfblasen, Druck wird aufgebaut und das Rückschlagventil schließt sich. Über dem Filter endet ein meist schwenkbares Rohr, über welches das heiße Wasser über ein Steigrohr nach oben gedrückt wird. Der Vorgang beginnt von vorne und die nächste Ladung Wasser läuft in die Heizung.

Das Wasser wird durch das Steigrohr hochgedrückt, sobald genügend Dampfdruck im Heizkörper aufgebaut ist. Das Verfahren nennt sich Mammutpumpe. Wenn alles Wasser verkocht ist, dann steigt die Temperatur von dem Heizkörper auf 130 bis 150 Grad an, hier schaltet sich dann ein Temperaturschalter ein und schaltet die Rohrheizung ab, er regelt die Temperatur der Heizplatte durch zyklisches Aus- und Einschalten. Bei circa 180 Grad springt eine Temperatursicherung ein und verhindert bei einem Defekt die Überhitzung.

Seit ca. 200 Jahren gibt es Kaffeemaschinen

Da immer eine gewisse Energiemenge mit Dampf entweicht, benötigen Kaffeemaschinen zum Erhitzen des Wassers mehr Energie als Wasserkocher. Zusätzlich kommt die Warmhalteleistung der Maschine hinzu, welche nach Fertigstellung des Kaffees hinzukommt. Seit ungefähr 200 Jahren gibt es Kaffeemaschinen. Immer wurden unterschiedliche Methoden entwickelt, den Kaffee zuzubereiten.

Zuerst wurden die Kaffeemaschinen mit Spiritus und danach im 20. Jahrhundert elektrisch betrieben. Zunächst waren die Kaffeemaschinen wegen ihres Preises jedoch für die meiste Bevölkerung unbezahlbar. Eine versilberte elektrische Kaffeemaschine von WMF kostete in den 30er Jahren ein halbes Jahresgehalt eines Arbeiters. Erst in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zu einer großen Verbreitung der Kaffeemaschinen.

1954 wurde die erste Kaffeemaschine patentiert

1954 wurde die erste Kaffeemaschine Wigomat patentiert als moderne Filterkaffeemaschine. Dieser Maschinentypus verbreitete sich sehr rasch und verdrängt wurden die bis dahin üblichen Perkolatoren und Vakuumbereiter. Die Kaffeemaschine schaffte den Durchbruch in den Massenmarkt in den 70er Jahren. Damals setzte sich das auch heute noch übliche System durch, mit welchem Wasser erhitzt wurde und tröpfchenweise durch den Kaffeefilter, mit gemahlenem Kaffee gefüllt, in eine Kanne auf der Wärmeplatte gelangt.

Als Vorläufer der Kaffeemaschine gilt die Kranenkanne, auch Dröppelminna genannt, welche ohne Filter funktionierte. Vor allem in Norddeutschland wurde sie benutzt. Es handelt sich um eine dickbauchige, birnenförmige, an eine Urne erinnerndes Gefäß mit einem Hahn, um den Kaffee durchzulassen. Seit 1700 gibt es die meistens aus Zinn hergestellten Kannen. Der Kaffee tröpfelte oft nur in die Tasse, weil es noch keine Filtertüten gab und der lose in der Kanne schwimmende Kaffeesatz verstopfte den Ausguss.



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